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Innenministerium: Altnazis dominierten das BMI in dessen Gründerzeit | SPIEGEL Plus

Die Runde traf sich erstmals 1957 in der ehemaligen Artilleriekaserne im Norden Bonns, dem Sitz des deutschen Innenministeriums. Niemand durfte erfahren, was die acht Beamten mit einigen Kollegen aus anderen Ressorts besprachen. Es herrschte Kalter Krieg, die Bundesrepublik und die DDR standen einander feindlich gegenüber. Die Staatsdiener sollten im Auftrag von Kanzler Konrad Adenauer heimlich Vorschläge für eine gesamtdeutsche Verfassung ausarbeiten.

Schnell war man sich einig: Wie die Bundesrepublik sollte das geeinte Deutschland auf keinen Fall aussehen.

Der Bundestag? Zu mächtig. Die Staatsgewalt würde sich "immer mehr im Parlament konzentrieren", schimpfte ein Unterabteilungsleiter. Lieber die Abgeordneten nur dreimal im Jahr tagen lassen und ansonsten mit einem "Hauptausschuss" aus rund hundert Abgeordneten regieren.

Verfassungsbeschwerden? Abschaffen. Niemand sollte mehr vor das Verfassungsgericht ziehen können, wenn etwa der Staat die Meinungsfreiheit einschränkte.

Die Bedeutung der

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
FOTO: BUNDESBILDSTELLE / SZ PHOTO

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